Alles, was ein Retourenprofi im Großhandel wissen muss, schnell erklärt:
Preise, Lieferanten, Qualität und Vertriebswege

Das Wichtigste in Kürze:
  • Retourenprofis sind Händler, die sich auf den Ankauf von Retouren im Großhandel spezialisiert haben und diese dann entweder an Konsumenten oder im Großhandel beziehungsweise im Groß- und Einzelhandel weiterverkaufen.
  • Retouren sind ein Marktsegment des Handels mit Restposten und Überhängen. Keineswegs sind Retouren aber immer die aus den Medien bekannten Mischpaletten aus dem Onlinehandel.
  • Um selber ein Retourenprofi zu werden sind 3 Dinge besonders wichtig:
    • Kapital für den Einkauf: Restposten und Retouren werden fast immer per Vorkasse bezahlt.
    • Produktkenntnis in bestimmten Bereichen, wie z.B. Werkzeug, Elektro, Textil – damit Sie Ware nicht zu teuer oder falsch einkaufen.
    • Logistik oder Lager und Personal. Retouren müssen oft geprüft, begutachtet, oder sogar aufbereitet und gereinigt werden.
    • Viele Retouren werden nur für den Export angeboten, Geschäftskontakte zu Händlern außerhalb der EU, können der Grundstein für großartige Geschäft werden.

  1. Was ist ein Retourenprofi?
  2. Was sind Retouren oder Retourware überhaupt?
  3. Wo kaufen die Profis die Retouren ein?
  4. Auf diese Retouren sind alle Retourenprofis wild!
  5. Kann ich mit Retouren als Retourenprofi Geld verdienen?
  6. Dürfen Retouren als Neuware verkauft werden?
  7. Gibt es einen Unterschied zwischen Retouren und Retourware?
  8. Was ist geprüfte B-Ware?
  9. Was passiert, wenn Ware zurückgeschickt und zur Retoure wird?
  10. Kann Retourware wieder verkauft werden, Retourenprofis als Exporteure?
  11. Was zählt zu Retourware?
  12. Retourenprofi, die Nachmittags-Sendung auf RTL
  13. Fazit zum Handel mit Retouren als Retourenprofi

Was ist ein Retourenprofi?

Ein Retourenprofi ist ein Händler, der sich im Handel mit Retouren und Überhängen gut auskennt und in diesem Handelssegment ein professionelles Geschäft betreibt. Retourenprofi zu werden, kann man natürlich lernen, unser Ratgeber erklärt die wichtigsten Begriffe und gibt wertvolle Tricks, um Retourenprofi zu werden und ordentlich Kasse zu machen.

Die wichtigste Eigenschaft des Retourenprofis ist - neben guten Einkaufskontakten - die Fähigkeit, Prüfprozesse für Retouren durchzuführen, damit der Profi die guten Stücke einer Mischpalette weiter verkaufen kann, andere Ware repariert und noch andere entsorgt, bevor er eine Retoure aus seiner Retoure bekommt.

Was sind Retouren oder Retourware überhaupt?

Retoure Retourenprofis Die Begriffe Retouren oder Retourware sind synonym zu verstehen. Eine Retoure beschreibt in der Regel eine Ware, die der Kunde - meistens der End-Konsument - an den Lieferanten beziehungsweise Verkäufer zurück geliefert, also retourniert hat. Bei Retouren denken die meisten Menschen spontan an Massen zurückgeschickter Pakete im Online-Handel, also die Rücksendung eines Konsumenten an den Verkäufer, typischerweise einen Online-Shop oder Marktplatz. Dies ist jedoch nur der Aspekt der Retouren, über den die Presse am häufigsten berichtet.

Retouren und Retourwaren stammen auch aus dem stationären Handel, z. B. unverkaufte Überhänge einer Discounter-Aktion, aber auch im Großhandel können Retouren anfallen. Wenn ein Lieferant z. B. einen Baumarkt mit seinem Sortiment bestückt und dann gegen einen anderen Lieferanten ausgetauscht wird, dann werden alle Bestände aus den Regalen entfernt und nicht selten als Retoure palettenweise angeboten.

Eine Retoure oder Retourware kann also vom Konsumenten zurückgeschickt worden, oder aber eine Großhandels-Retoure sein, die im gewerblichen Handel zurückgeschickt wurde. Überbestände aus Werbeaktionen im Retourengeschäft spielen auch eine große Rolle. Hier handelt es sich beispielsweise um unverkaufte Bestände einer Werbeaktion bei einem der großen Discounter und sind bei Retourenprofis besonders beliebt.

Der Begriff Retouren sagt also erst einmal nichts über die Qualität der Ware, für uns den Warenzustand der Retoure, aus. Retouren gibt es im Handel von der Qualität 1A-Neuware, bis hin zu geprüft Defekt, in den unterschiedlichste Warenqualitäten, teilweise gemischt auf einer Palette.

Im Großhandel besteht ein großes Angebot vieler Lieferanten von Retouren. Am einfachsten sind die gemischten Retourpaletten aus dem Online-Handel zu finden - eine Ware, die perfekt über eine Plattform wie RESTPOSTEN.de eingekauft werden kann.

Hier die kaufmännische Definition einer üblichen Qualität für Retourwaren, die C-Ware:
C-Ware / unsortierte Mischposten / ungeprüfte Retouren
Als C-Ware werden solche Artikel bezeichnet, die defekt sein können, aber nicht defekt sein müssen. In der Regel handelt es sich bei dieser Warenzustandsdefinition um ungeprüfte Kundenretouren, die im Bulk oder als Palettenware angeboten werden. C-Waren werden häufig im Palettengebinden auch als Mischpaletten, Retourpaletten oder Mixpaletten bezeichnet. C-Waren bzw. unsortierte Mischposten / unsortierte Retouren dürfen vom Anbieter keiner Vorsortierung unterzogen werden, um offensichtlich ungeöffnete Retouren vorab auszusondern.


Neben dem Begriff C-Ware sind andere Definitionen von Warenqualitäten für Handelswaren etabliert. Im Wesentlichen lässt sich fast alle Ware in 11 verschiedene Warenqualitäten unterteilen. Einen Überblick über diese verschiedenen Warenqualitäten finden angehende Retourenprofis hier: Definition von Warenqualitäten

Wo kaufen die Profis die Retouren ein?

Retouren werden oft als Restposten im Großhandel verkauft. Der Verkäufer möchte für seine Retouren noch einen angemessenen Preis erzielen, weshalb Retouren oft nach Warengruppen und in bestimmten Qualitätsbereichen sortiert im Großhandel angeboten werden. Je nach Warenqualität handeln ganz unterschiedliche Anbieter und Nachfrager mit den Retouren. Während die defekten Waren von Retourenprofis aufgekauft werden, die auf das Thema Recycling spezialisiert sind, fokussieren sich andere Lieferanten und Aufkäufer auf die Retouren, die meistens nach einer Sichtung oder kurzen Aufarbeitung wieder weiterverkauft werden können. Bezugsquellen für Retouren finden Retourenprofis natürlich auf RESTPOSTEN.de, aber auch auf Messen und über persönliche Kontakte.

Retouren, die aus Kundenretouren des Onlinehandels stammen, werden sehr häufig nach Warengruppen sortiert und ohne offensichtlich kaputte bzw. zerstörte Retouren, dann als Mischpaletten angeboten. Die Trennung der Waren findet auf „Channel“ Ebene statt, also eine Trennung z. B. zwischen Textilien, Accessoires, Haushalts-Elektroartikel, Gartenmöbel und Werkzeug mit und ohne Stecker.

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€ 180,00
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Kaufen Sie 1 bis 50 Stück
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AMAZON Restposten / Neuware 1-A über 600 Teile
€ 229,00
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Kaufen Sie 1 bis 1 Palette
 C-Ware
Einhell Werkzeug - Gartengeräte - Elektrogeräte - UVM - 250kg Pro Palette
€ 2,50
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Kaufen Sie 1000 bis 4700 kg
 1A-Ware
SONDERPOSTEN aus Lagerauflösungen, Restposten, Konkurs, Insolvenzen usw - ALLES NEUWARE
ab € 0,49
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Kaufen Sie 500 bis 500000 Stück
 C-Ware
Restposten Posten LCD TV Digital Kamera  Media- Player /MIX Paletten  elektr. Geräte / Haushalt Elektro
€ 275,00
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Kaufen Sie 1 bis 29 Stück
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Kaufen Sie 400 bis 32000 Stück
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Mixpaletten, Haushaltsware, XXL, Export, Container-LKW für Export, Nummer 1 in NRW !!!
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Alle Preise verstehen sich exkl. MwSt. und Versand


Auf diese Retouren sind alle Retourenprofis wild!

Mixpaletten Retourenprofis Die beste Retoure für einen Retourenprofi ist nie ausgepackt worden und wird sortenrein in großen Mengen verkauft. Solche Retouren gibt es gar nicht? Sehr wohl, der Retourenprofi muss sie nur finden. Retouren aus Werbeaktionen können auch aus Beständen stammen, die im Regionallager des Discounters standen, damit die Filialen im Aktionszeitraum noch nachgeliefert werden können. Verkauft sich die Aktionsware aber schlechter als erwartet, sind diese tatsächlich neuen und meist sortenrein verpackten Waren auf einmal eine Retoure bzw. eine Retourware aus dem Großhandel. Solche Restposten lieben die Retourenprofis. Diese noch originalverpackte Retouren, die an den Vorlieferanten zurüc gehen und deswegen Retourware genannt werden, sind bei Retourenprofis äußerst beliebt.

Retouren kaufen Händler und Retourenprofis am besten auf einem großen Marktplatz, auf dem die Angebote transparent und vergleichbar angeboten werden, oder über persönliche Kontakte.

Kann ich mit Retouren als Retourenprofi Geld verdienen?

Retourwaren sind viel häufiger Neuwaren, als viele Händler, die sich erstmalig mit diesem Thema beschäftigen, denken. Eine solche Retoure verkauft der Profi dann auch als „1A-Neuware“. In vielen Fällen wird diese Ware nicht ausdrücklich als Retoure benannt, sondern werden als Restposten oder Überhang im Großhandel angeboten. Diese „neue Retoure“ können Einkäufer online günstig kaufen, im besten Fall direkt vom Hersteller oder Importeur. Immer wenn eine Retoure im Einkauf schon als „1A-Neuware“ oder „1A-Ware“ eingekauft wurde, kann diese auch als Neuware weiterverkauft werden und ist die Basis, um richtig Kasse zu machen. Aber natürlich können Retourenprofis auch mit anderen Retouren Geld verdienen, nur eben nicht so leicht wie mit dem Angebotsüberhang.

Dürfen Retouren als Neuware verkauft werden?

Nur die Retoure kann als Neuware verkauft werden, die als Neuware eingekauft wurde, oder auf Mischpaletten eindeutig als Neuware identifiziert werden konnte. Sobald eine Ware instandgesetzt wurde, nennt sich diese Ware dann repariert, refurbished oder generalüberholt, darf aber nicht mehr als 1A-Neuware deklariert und verkauft werden. Grundsätzlich dürfen Retouren unter bestimmten Voraussetzungen also als Neuware verkauft werden.

Gibt es einen Unterschied zwischen Retouren und Retourware?

Diese Frage stellen sich viele Händler, die neu in den Handel mit Retouren einsteigen.
Die Antwort auf diese Frage lautet ganz einfach „Nein“, denn beide Begriffe werden synonym verwendet, es handelt sich also einfach nur um zwei unterschiedliche Begriffe für dieselbe Art von Handelsware.

Was ist geprüfte B-Ware?

Restposten Sonderposten Retourenprofis Dieser Warenzustand kommt im Handel mit Retouren häufiger vor als gedacht, ganz besonders wenn es sich bei der Retoure um eine größere Menge handelt, die z. B. vom Importeur oder dem Hersteller abverkauft wird. Geprüfte B-Ware wird dann im Handel angeboten, wenn die angebotenen Warenbestände „sortenrein“ sind. Um den Warenzustand der B-Ware zu erkennen, muss das Produkt einer Prüfung unterzogen worden sein, oder z. B. eine Charge oder eine ganze Produktversion eines Artikels ist als B-Ware identifiziert worden, weil es einen Produktionsfehler, wie eine Schramme, Beule oder einen deutlichen Kratzer an der Ware gibt. Der Unterschied zwischen 1A-Ware und 1B-Ware und B-Ware ist, dass diese erheblich schlechter ist und deswegen auch deutlich günstiger angeboten wird.

Die kaufmännische Definition von B-Ware (2. Wahl) lautet wie folgt:
Bei B-Ware bzw. zweiter Wahl handelt es sich um Produkte, die solche Mängel bzw. Einschränkungen im Warenzustand aufweisen, die erkennbar bzw. sichtbar sind und/oder durch die es auch tatsächlich zu einer (unter Umständen sichtbaren) Einschränkung in der Nutzung des angebotenen Produktes kommen kann.
Eine B-Ware im Bereich Lebensmittel kann z.B. eine andere geschmackliche Prägung als die reguläre Ware aufweisen, weist aber dennoch keine geschmacklichen Defizite auf. Im Bereich Textilien können 2.Wahl oder B-Waren z.B. kleine Webfehler oder Löcher, oder vielleicht deutlich erkennbare Flecken oder einen Färbungsfehler aufweisen.

Solche Retouren sind bei den Retourenprofis sehr beliebt, weil diese Ware gerne vom Endverbraucher gekauft wird und hier keine Kosten mehr für die Prüfung und Instandsetzung der Ware investiert werden müssen. Geprüfte B-Ware ist eine Art der Retouren, auf die Retourenprofis besonders achten.

So gehen Sie vor
  • Als erstes prüfen Sie, in welchen Kategorien an Retouren Sie sich am besten auskennen. Vorsicht bei Multimedia, hier benötigt der Händler oft eine eigene Werkstatt zum Reparieren.
  • Besitzen Sie eine Logistik für den Einkauf? In einer Garage können maximal 3-4 Retourpaletten bearbeitet werden. Sortiertisch und Licht sind wichtig, besser ein eigenes Lager.
  • Jetzt startet die Lieferantensuche, natürlich online auf RESTPOSTEN.de, aber auch auf Messen und über Direktanfragen, z.B. bei Firmen in der Region.
  • Restpostenhändler und Retourenprofis müssen entscheidungsfreudig sein, sind die richtigen Paletten gefunden, dann kaufen. Gerade am Anfang aber niemals blind kaufen!

Was passiert, wenn Ware zurückgeschickt und zur Retoure wird?

Der wichtigste Vorgang zum Thema Retoure ist deren Vermeidung. Gerade die großen Händler aus dem Fashion-Bereich oder auch in anderen Segmenten, investieren viel in die Vermeidung von Retouren. Das freut den Retourenprofi natürlich nicht, ist aber wichtig für die Umwelt, das Geschäft des Verkäufers und die Kundenzufriedenheit. Modeartikel werden in ihrem Schnitt bewertet, fallen die also zu groß, oder zu klein aus, kommt es zur Kundenretoure. Kommt die Ware dann zurück ins Lager, wird diese geprüft und z. B. direkt gereinigt, gebügelt oder in einen neuen Karton verpackt, sollte beispielsweise nur der Umkarton verkratzt gewesen sein.

Solche Retouren, die nur einer kleinen Aufarbeitung bedürfen, also z. B. nur einmal, oder vielleicht gar nicht anprobiert wurden, kommen fast immer zurück ins Neuwaren-Lager und werden bei einer der nächsten Bestellungen, dann wieder an den nächsten Kunden ausgeliefert oder landen als sogenannter „Warehouse Deal“ mit Rabatt im Sortiment des Verkäufers.

Diese Retouren werden nicht ausgesondert und deshalb sind diese Retouren solche, die selbst Retourenprofis nicht kaufen können, denn die Ware war zwar schon beim Kunden, kann aber trotzdem als Neuware direkt wieder in den Vertrieb des ursprünglichen Verkäufers gehen.

Je nach Anbieter sind die Prozesse der Retouren-Behandlung unterschiedlich komplex, je breiter das Sortiment des Handler jedoch ist, desto mehr muss dieser in seine eigenen Retourenservice investieren.

Teilweise wird diese Ware, also jeden ankommende Retoure, aber auch ungeprüft auf Paletten gepackt und direkt zum Weiterverkauf an Restpostenhändler ausgeschleust. Diese Retourenprofis übernehmen diese Ware dann als „ungeprüfte Retoure“ und zwar palettenweise. Den Job der Kontrolle übernimmt dann der Retourenprofi selbst und kontrolliert, setzt instand, tauscht aus oder verpackt neu, um dann z. B. als A-Ware und B-Ware wieder zu verkaufen.

Kann Retourware wieder verkauft werden, Retourenprofis als Exporteure?

Natürlich darf eine Retoure wieder verkauft werden, sowohl im Großhandel, wie auch im Einzelhandel an Endverbraucher. Der Retourenprofi ist jedoch dafür verantwortlich, die Warenqualität bzw. die Verkehrsfähigkeit der Retoure sicherzustellen. Die Retoure muss sogar verkauft werden und darf nicht entsorgt oder vernichtet werden, wenn die Ware noch marktfähig ist. Dies regelt in Deutschland das Kreislauf-Wirtschaftsgesetz, das dem Handel hier den Schutz der Umwelt und der Ressourcen als Aufgabe zuschreibt.

Der Handel und Verkauf von Retouren wird mit dem wachsenden Anteil des Online- und Versandhandels am Einzelhandelsumsatz ein immer größeres Marktsegment, in dem noch viele Retourenprofis Platz haben, um ordentlich Geld zu verdienen.

Häufig kollidiert der gewünschte Ressourcenschutz jedoch mit den Marketingzielen von Herstellern oder Marken, denn diese möchten alte oder bereits anprobierte Ware nicht mehr auf dem Markt sehen, nicht mal in der Zweitverwertung. Diese Anbieter verkaufen die Retourware dann mit der vertraglichen Verpflichtung zum Export z. B. außerhalb der EU, an den Einkäufer.

Retourenprofis können also auch Geld verdienen, in dem sie sich ein gutes Kundennetzwerk im Ausland, besonders außerhalb der EU, aufbauen um dann Retouren gar nicht für den Vertrieb im eigenen Land aufzubereiten, sondern im „Bausch und Bogen“ zu exportieren. Diese Art von Retourenhandel wird häufig mit dem Begriff Marktentfernung bezeichnet. Viele Retourenprofis haben sich genau auf dieses Segment spezialisiert, denn bei der angebotene Ware handelt es sich fast immer um bekannte oder exklusive Marken, die sich mit einem tollen Rabatt natürlich sehr gut im Ausland verkaufen lassen.

In seltenen Fällen werden Händler der Zweitmarktes mit Beschränkungen beim Verkauf dieser Ware auf Marktplätzen konfrontiert, weil diese Händler nicht als eingetragene Fachhändler der Marke bekannt sind.

Was zählt zu Retourwaren?

Der Begriff Retourware oder Retoure ist ein Sammelbegriff vieler Waren und Warenqualitäten, die in sehr unterschiedlichen Formaten angeboten werden. Die Bandbreite reicht von Gitterbox voller Defekte, über die Mischpalette, bis hin zur original verpackten 1A-Ware auf sortenreinen Paletten, die alle entweder auf dem nationalen Markt angeboten werden dürfen, oder nach Vorgabe des Verkäufers vom Markt entfernt / exportiert werden müssen. Wie wir aus Erfahrungen in unserem Kundenkreis wissen, unterscheiden sich die Retourquoten für Waren von 1-3% im Online-Handel mit Sand und Steinen, bis hin zum Handel mit Unter- und Badewäsche für Damen, die häufig eine Retourquote von 80-90% erreicht.

Die Retourenprofis, das neue Format bei RTL

Der Begriff Retourenprofi wird vom TV-Sender RTL für ein Format verwendet, in dem der tägliche Handel von Retourenprofis mit der Kamera begleitet wird, um dem Zuschauer einen Einblick in dieses Handelssegment zu gewähren. Laut Sender batteln mehrere Händler um das „Händlergold“ unter den Retouren und der beste Händler gewinnt. Dabei konzentriert sich der Sender jedoch weitestgehend auf den Handel mit „echten Retouren“, also den Retouren, die vom Kunden aus dem Versandhandel zurückgeschickt werden. Sicher bietet dieses Format einen interessanten und auch spannenden Blick auf den Handel, die echten Retourenprofis kennen aber noch viel mehr Arten von Retouren und suchen nach noch lukrativeren Retouren, die wir oben bereits beschrieben haben.

Fazit zum Handel mit Retouren als Retourenprofi

Der Handel mit Retouren bietet Vorzüge:

  • Ständig große Verfügbarkeit der Ware, besonders online im Großhandel
  • Günstiger Bezugspreis als Restposten oder Sonderposten mit hohen Rabatten
  • Auf Mischpaletten sind meist viele verschiedene Artikel einer Rubrik enthalten, jeweils in kleinen Mengen

Im Restpostenhandel gehört der Handel mit Retouren und Mischpaletten zu einem der wesentlichen Geschäftsbereichen, in jedem Fall aber zu einem der bekanntesten Bereiche. Die Begriffe Retoure, Retourpaletten oder Mischpaletten sind synonym für Retourware zu verstehen, Retourware wird in völlig unterschiedlichen Warenqualitäten angeboten und unterliegt häufig Vertriebsbeschränkungen oder einer Exportverpflichtung.

Der Handel mit Retourpaletten ist personalintensiv und benötigt viel Struktur und effiziente Prüfprozesse, die in der Regel eine leistungsfähige Software und Prozesskenntnis voraussetzen.

Ware sicher zu prüfen, instand zu setzen und dann wieder in den B2C-Handel zurückzugegeben, ist keine zu unterschätzende Herausforderung.

Retouren zu exportieren ist ein besonders beliebtes Geschäftsfeld, da aufgrund des Lohnniveaus im Ausland Waren dort sehr viel häufiger instandgesetzt oder auch schadhaft verkauft werden können.

Auf RESTPOSTEN.de werden große Mengen an Retouren angeboten, der Handel auf einer Plattform bietet hier große Vorteile für Einkäufer und Verkäufer.

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